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Besonderheiten der Implementierung

Platznot

Der wirtschaftliche Vorteil der Membranfiltrations-Variante gegenüber den anderen Varianten basiert auf der Idee, für die Aufstellung vorhandene Räumlichkeiten zu nutzen. Diese bestehen aus zwei übereinander liegenden Gängen vor den drei Sandfiltern mit einer Breite von B = 3,8 m, einer Höhe von H = 2,5 m und einer Länge von L = 30 m.
Im Zuge der Planung entstanden mehrere alternative Varianten, die von der Verwendung von Druckrohren oder von senkrecht aufgestellten Modulen ausgingen. Beide Systeme ließen sich verwirklichen, die Vor- und Nachteile waren nicht so gravierend, dass man sich bereits früh für eines dieser Systeme entscheiden konnte. Daher folgte einer aufgehobenen Funktionalausschreibung aus dem Jahre 1998 eine Detailausschreibung beider Systeme im Jahre 2000. Somit ließ sich unter der damaligen aktuellen Marktlage und den Randbedingungen zur Implementierung in das Wasserwerk eine finanzielle Bewertung beider Systeme erreichen. Die Entscheidung fiel zugunsten der Druckrohrvariante. Allerdings waren die finanziellen Unterschiede bzgl. der Investitionskosten sehr gering. Das Zünglein an der Waage wurde durch die Betriebskosten und durch die Garantien für Lebenszeiten der Membranen (Abschreibungskosten) aus dem Gleichgewicht zur Druckrohrvariante gelenkt.
Durch die geometrische Form der Membranblöcke beider Systeme kam eine Aufstellung der vertikalen Module im oberen Raum nur unter erheblichen baulichen Veränderungen in Betracht. Also schied die Nutzung beider übereinander liegenden Räume für dieses Gesamtsystem nahezu aus.
Im Gegensatz dazu gelang es dank ausgeklügelter Planung, die Druckrohrblöcke an die beengte Höhe des oberen Raumes anzupassen und dennoch 7 übereinanderliegende Druckrohre unterzubringen. So schrumpfte der Abstand zwischen den Druckrohren auf ein Minimum, siehe Bild 3*. Trotzdem lassen sich Handabsperrungen zwischen den Druckrohren bequem bedienen. Aus der Not der beschränkten statischen Tragfähigkeit der Decke zwischen oberem und unterem Raum erwuchs eine Tugend, die wiederum Platz im oberen Stockwerk ersparte - die Tragkonstruktion der Blöcke (Rack) durchdringt diese Decke und steht auf einem Träger, der unterhalb der Decke zwischen den beiden Seitenwänden arretiert ist. Infolge der Unterbringung der Membranblöcke im oberen Stockwerk inklusive der dazugehörigen Steuerungsanlagen war der untere Raum zur Nutzung frei und bot sich zur Aufstellung der Rückspültechnik sowie der Beschickungspumpen und aller dazugehörigen Armaturen und Messtechnik an, siehe Bild 4*.


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Eindrücke




Minimaler Abstand zwischen Druckrohren,
Beengte Platzverhältnisse und ungewöhnliche Geometrie der Räume für die Aufstellung einer Membrananlage